Tagebuch der Tour 2012

Freitag, 25.05.2012, 1. Etappe, 169 km, 1750 Höhenmeter

Neuhausen – Herrenberg – Nagold – Freudenstadt - Oppenau – Straßburg

Impressionen vom Tourstart in Neuhausen:

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In einer kurzen Ansprache würdigen Herr Minister Hermann (Verkehr und Infrastruktur in Baden-Württemberg) und Bürgermeister Ingo Hacker die Leistung, die die Tandemfahrer trotz ihrer Behinderung erbringen werden.
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Der Wettergott ist auf der Seite der Pilgerfahrer: Sonnenschein, angenehme Temperatur und, was die Radfahrer besonders freut, Rückenwind. Und so geht es über Wolfschlugen ins Aichtal Richtung Waldenbuch.

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Auf Pfiff geht es weiter in flotter Fahrt durch das hügelige Gäu in Richtung Freudenstadt, wo bereits einige Radler ordentlich gefordert sind.

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Dann folgt ein längerer, gleichmäßiger Anstieg zum höchsten Punkt unserer heutigen Etappe, der Alexanderschanze.

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Die Belohnung für die Anstrengung ist die kurvenreiche Abfahrt, bei der es die Radler so richtig rollen lassen können. Endorphingeschwängert verlassen sie den Schwarzwald, um bald darauf in der Ebene für einige Kilometer einen 40iger Schnitt durchzuhalten. Wir rollen nun flach durch die Dörfer der Rheinebene bis Kehl.

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Den Ausklang des ersten und erlebnisreichen Tages genießen wir in einem gemütlichen Straßburger Lokal bei Flammkuchen und einem guten Viertele.
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Statistik: 1. Etappe, Freitag 25. Mai 2012
169 km, 1750 Höhenmeter
Durchschnittsgeschwindigkeit: 21,29 km/h
Maximale Geschwindigkeit: 62,5 km/h
Maximale Höhe: 965 m ü. N.N. ('Alexanderschanze)
Fahrzeit: 08:02:00 Stunden
Maximale Steigung: 14 Prozent
Maximales Gefälle: 14 Prozent

Achtung: Die Route ist für Fahrradfahrer nicht durchgehend befahrbar, da Autobahnen und Schnellstraßen benutzt wurden. Die Tandems wurden auf der gesamten Tour von der deutschen, französchen oder der spanischen Polizei begleitet.


Samstag, 26. Mai 2012

Mit dem Bus von Straßburg nach Avignon


Bereits gestern sind  unsere französischen Freunde vom Fahrradclub aus Straßburg hinzugestoßen, die wir aus den ersten Tandemtouren kennen. Sie hatten uns  auf den Schwarzwaldhöhen erwartet. Durch ihre Ortskenntnis ist es uns gelungen, einen schnellen und gut befahrbaren Weg nach Straßburg zu finden.

Leider verlassen uns heute  zwei französische Freunde vom Straßburger Fahrradclub sowie Doris, Günter und Walter, die uns ab Neuhausen a. d. F. begleitet hatten. Günter hatte die erste Etappe minutiös geplant und den Troß geführt.


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Der heutige Tag ist hauptsächlich geprägt von der langen Bustour von Straßburg nach Avignon, auf dem uns die beiden Busfahrer Zeljko und Drago bestens mit Kaffee, Frankfurter, Rindswürstchen und Slivovic verwöhnen. Sie finden sofort herzlichen Kontakt zu unserer Gruppe und wir alle fühlen uns gut betreut und sehr wohl.


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Unser Komfort-Reisebus an einer Raststätte in Richtung Avignon.

Besonders erwähnenswert sind ihre Rangierfähigkeiten, wenn es darum geht, den Bus inklusiv Anhänger für die Tandems durch enge Straßen oder Plätze zu führen und auch in enge Einfahrten zu rangieren, was sie während der Tour noch des Öfteren unter Beweis stellen müssen.


An der Autobahnraststätte nach Lyon können wir uns schon einmal auf das Klima einstellen, das uns von nun an begleiten wird. Um die Teilnehmer zu aktivieren, gab es mit Teilnehmerin Sandra eine kleine Gymnastikrunde unter einem schattigen Baum auf einer Wiese. Jeder konnte spontan einige Übungen mit einbringen.


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Einige Meter weiter wird es turbulent, denn Pilot Holm kann auf seinen Geburtstag mit uns anstoßen. Holm freut sich sehr über die Darbietung unseres Ständchens in verschiedenen Sprachen.

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Während die Busfahrt für die Mehrzahl der Teilnehmer eher in gewohntem Rahmen verläuft („Kaffeefahrt“) , haben einige andere einen Tag der besonderen Art erlebt:
Der „Greifer“ Toni, Joachim aus Thüringen und Europabürger Heinz-Hermann fahren im Servicewagen zu einem Radgeschäft in Straßburg, um sich notwendige Ersatzteile zu besorgen.
Hier der Verlauf der Dinge aus der Sicht der drei „Ausreißer“ (währenddessen der Rest des Kaffeebusses Wetten abschloss, ob denn der Heinz-Hermann „es tut“ oder nicht):

Die Vorgeschichte:

Das Tandemteam Rudi und Joachim hatten einen Ritzelschaden am Tandem.Heinz-Hermann sucht nach einem Geburtstagsgeschenk vor zwei Jahren – einem neuen Rennrad.

Der „Gute Anton“ erhält den Auftrag mit Heinz-Hermann und Joachim den oben beschriebenen Sachverhalt zu erledigen. Gesucht wird eine Fahrradwerkstatt, die diesen Wünschen gerecht wird, die sich nach Aussagen von „landeseinheimischen Fahrradfahrern“ gleich um die Ecke vom Hotel befindet. Nach einer kurzen Irrfahrt durch Straßburg von einer dreiviertel Stunde erreichen wir drei den Laden, der kurz hinter dem Hotel liegt. Nachdem unser Anton dem Ladenchef kurz den Werbeblock der Euro-Tandem-Tour vorgestellt hat, und der Ladenchef erklärt, er habe alle Ritzel seit gestern in andere Fahrräder eingebaut, entschließt sich der Ladenchef zum Ausbau eines Ritzels aus einem neuen Fahrrad und baut es kurzerhand in unser Tandem ein – dauert nur 15 Minuten.

Die richtige Auswahl und Beratung, einschließlich des Kaufs eines „Supermanfahrrades“ für unseren netten Eurobürger nimmt wie erwartet etwas mehr Zeit in Anspruch. Zeitdifferenz zum pünktlich abfahrenden Bus beträgt nach Verlassen des Ladens 2 Stunden und 30 Minuten. Kommentar von Toni – Kurzform von Anton: „Habt Ihr alles oder braucht Ihr noch etwas?“ Und nun nimmt die Verfolgungsjagt des „Greifers“ seinen tragischen Verlauf.

Nur kurz in Stichworten:

Die Autobahn ist schnell gefunden, der Telefonkontakt zum Führungszentrum im Bus hergestellt. Die Frage von Heinz-Herrmann nach den Vorräten wird von Toni kurz und knapp beantwortet: „Essen und Trinken haben wir nicht an Bord, aber bis Mittag sind wir am Bus ran und Tankinhalt haben wir bis in die Pyrenäen“ und nimmt die Verfolgungsjagd mit Vollgas auf.

Nach ca. 2 Stunden, wir waren kurz hinter dem Bus auf 50 km heran, meint Toni: “Unser Auto zieht nicht mehr“. Heinz fragt: “Sind wir schon in den Pyrenäen?“ - jedenfalls ist der Tank leer und wir bleiben genau vor einer Rufnotsäule stehen. Copilot Jo wacht auf und fragt: “Sind wir schon beim Bus?“ – es ist etwa 14 Uhr. Unser perfekt Französisch sprechender Heinz-Herrmann betätigt die Notrufsäule und ordert Benzin für den Greifer. Danach begibt er sich in den Schatten eines großen Baumes und macht ein Schläfchen. Der Ruf nach einen ankommenden Notfallauto bringt unseren Hermann wieder in die heiße Realität – es scheint ja schließlich die volle Sonne. Das Serviceauto hat aber kein Benzin an Bord, wollte nur mal schauen was wir da so rumstehen – Heinz-Hermann erklärt alles sehr ordentlich. Nach kurzer Zeit kommt dann das ersehnte georderte „Getränk für den Greifer“. Wir wollen weiterfahren – nein geht nicht – Heinz-Hermann hat seine Sonnenbrille im hohen Gras verloren – man sucht, ich werde davon ausgeschlossen, damit kein Totalverlust eintritt.

Gegen 15 Uhr fahren wir mit Sonnenbrille weiter. Der Bauch des „Greiferautos“ wird an der nächsten Tankstelle vollends aufgefüllt, da das georderte Sonderbenzin mächtig ins Finanzkonto eingeschlagen hat. Es geht wieder mit Vollgas dem Bus hinterher. Da wir die Zeit zum Essen und Trinken beim Toni eingespart haben, könnten wir den Bus kurz vor dem Endziel abfangen.

Das war der Wunsch…

(in der Fahrerkabine wurden die Plätze gewechselt, außer bei Toni). … aber gegen 17 Uhr werden die Insassen der Fahrerkabine durch einen starken Ruck nach vorn und einen anschließenden Schlag auf den Hinterkopf geweckt. Unser wacher Toni bringt das Greiferauto mit einen Satz von 140 auf 0 Stundenkilometer - vor uns lagen mehrere demolierte Autos.

- Heinz-Hermann: „das war wie ein Billardstoß“

- Jo meinte: „der Bus ist jetzt weg“

- Unser alles überblickender Toni:“ hoffentlich keiner verletzt da draußen“ und lenkt das Greiferauto mit Vorsicht durch die herumliegenden Autoteile. Die Ereignisse werden nochmals durchgesprochen, als nach einer Stunde straffer Fahrt Heinz-Hermann sich nach dem Sprit erkundigte…

… Kurzer Blick von Toni in Richtung Armaturenbrett und der Fuß geht vom Gaspedal und wir rechneten alle drei, wann wir stehen bleiben müssten.

Unser alles beherrschende Toni entscheidet kurzerhand die nächste Ausfahrt zu wählen und in der Pampa nach einer Tankstelle zu suchen. Beim Verlassen überholt uns ein typischer französischer Motorradfahrer von rechts – uns ist nichts passiert, der Motorradfahrer hatte auch nichts gelernt, denn an der dann gefundenen Tankstelle fuhr er nur auf dem Hinterrad an uns sehr geräuschvoll vorbei. An der Tankstelle lernen wir, wie schwierig es sein kann Benzin zu erhalten. Der bereits im „Greiferauto“ befindliche Benzinrüssel gab nichts her. Unser treuer Heinz-Hermann konnte nach längerem Suchen und Finden einer kleinen rundlichen Französisch sprechenden Tankangestellten die Situation erklären und sie zur Herausgabe des benötigten wichtigen Betriebsstoffes überzeugen . Jo meint: “Ich glaube die sind jetzt mit den Bus auf der Autobahn an uns vorbei und erreichen endgültig vor uns das Ziel“.

Fazit:

Punkt 20 Uhr können wir dann die Autobahn verlassen und dank unseres Führungszentrums im Bus das geplante Abendbrot gemeinsam einnehmen! Immerhin, ohne Navi und ohne Karte alles gefunden und wenn nicht die geschilderten Ereignisse gewesen wären, hätte der „Igel auch nicht den Hasen verarscht“! Das sichtbare Fazit für den Rest der Gruppe: Die Tourenteilnehmer sehen einen großen rechteckigen langen Karton von etwa 1,30 Meter Höhe und 1,50 Meter Länge im Bus, was wohl drinnen ist? Auflösung morgen!


Glücklich vereint können wir nun einen kleinen Spaziergang durch die Altstadt unternehmen und gegenüber des Papstpalastes in einem Restaurant unser lang ersehntes Abendessen einnehmen.


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Fahrradcomputer und Fahrrad-Navis haben heute frei.
Buskilometer: 722


Pfingstsonntag, 27. Mai 2012

Mit dem Bus von Avignon über Lourdes nach St. Jean-Pied-de-Port


Unser Hotel in Avignon bot uns ein Frühstücksbuffet in mediterranem Ambiente. In der Hotelanlage befand sich im Außenbereich ein kleines Schwimmbecken, umrahmt von 250 Jahre alten Olivenbäumen, das alle Blicke auf sich zog. Einige von uns nutzten den Pool schon am Abend vorher oder auch bald nach Sonnenaufgang, noch vor dem Frühstück zu einer Runde.


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Nach dem Frühstück erwartet uns eine lange Reiseetappe im Bus nach St. Jean-Pied-de-Port.
Reiseleiterin Elisabeth gibt uns eine Einführung in die Geschichte des Jakobswegs, um uns auf den Jakobsweg einzustimmen. Im Hintergrund läuft klassische spanische Gitarrenmusik.
Am späten Nachmittag legen wir nach einer leckeren Vesper mit den uns bekannten Würstchen und Getränken einen Zwischenstopp in Lourdes ein.

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Einheitlich gekleidet in unseren gelben Retina-Trikots machen wir uns auf den Weg zur Grotte der Schwarzen Madonna. Auf dem großen Platz und den angrenzenden Straßen halten sich einige tausend Menschen aus allen Nationen auf, es war sehr turbulent, was noch durch die schreienden Lichtreklamen und die Auslagen der Souvenirgeschäfte unterstützt wurde.

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Wieder unterwegs, fahren wir durch eine bergige und grüne Pyrenäenlandschaft in Richtung St. Jean-Pied-de-Port. Immer wieder säumen sehr gepflegte Dörfer die Straßen, in den Vorgärten blühen üppige Rosen und auch weiße Callas in Reihen.


Auch heute konnten sich Fahrradcomputer und Fahrradnavi noch ausruhen.
Buskilometer:  673


Pfingstmontag, 28. Mai 2012 - 2. Etappe, 79 km, 1400 Höhenmeter

St. Jean-Pied-de-Port - Ibaneta-Pass - Roncesvalles - Pamplona



Wir starten in St. Jean-Pied-de-Port bei Sonnenschein am frühen Morgen. Letzte Kleinigkeiten werden an den Rädern geschraubt und die Teilnehmer warten gespannt auf den Start des heutigen Tages.

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Am Rande der Pyrenäen erwartet uns durch die Höhenlage ein anderes, fahrradfreundlicheres Klima.
Unter Beifall von einigen Campingteilnehmern verlassen wir den Busparkplatz und begeben uns unter den Rufen von „buen camino“ auf die Reise.

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Es geht gleich an einen leichten Anstieg über eine Departemantstraße im Grenzgebiet der Pyrenäen.
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Wir hören einen Bach im Tal rauschen, der alsbald überquert wird. Ab nun befinden wir uns in Spanien!

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Etwa im letzten Drittel des Anstiegs können manche noch eine für uns seltene Variante von gelben Mohnblumen entdecken.

Der Anstieg wendet sich in Serpentinen hoch und gibt immer wieder Ausblicke auf das tiefer liegende Land frei und uns somit einen Überblick über die erbrachten Leistungen und das Bevorstehende. Am Rande der Straße hören öfters kleine Bäche oder Wasserfälle, die der eine oder andere beim Anstieg zu einer willkommenen Erfrischung nutzt und die uns daran erinnern, wie wichtig die Versorgung mit Wasser insbesondere für die wandernden Pilger ist. Uns begegnen beim Anstieg immer wieder Gruppen von wandernden oder radfahrenden Pilgern mit schwerem Gepäck. Wir wünschten uns gegenseitig alles Gute mit „buen camino“. Dasselbe natürlich auch mit den Dorfbewohnern und Autofahrern, die uns Respekt zollten und Freude entgegen brachten.
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Ab der Passhöhe werden wir durch die spanische Polizei "Guardia Civil Trafico" begleitet. In wechselnden Teams und Stärke sorgt die Guardia Civil Trafico dafür, dass wir bestens behütet über das Land und durch die Städte bis nach Santiago de Compostela geleitet werden. Dafür ein herzliches Dankeschön.

Nach dem Anstieg erwartet uns eine reißende kurvenreiche Abfahrt, die den Fahrern alles abverlangt.

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Die Fahrt durch Pamplona verlangt noch einmal unsere letzten Konzentrationsreserven (zum Fotografieren blieb leider keine Zeit).
Die vorzügliche Führung und Sperrung der Kreuzungen durch die Polizei hat es uns dabei ermöglicht, zügig und ohne Stopp bis vor unser Hotel zu fahren.
Überglücklich treffen wir spätnachmittags  ein.

Bald darauf trafen unsere spanischen Freunde des ONCE (spanischer Blindenverband), unterstützt durch Arcelor-Mittal, ein. Nach der freudigen Begrüßung fand ein Fototermin für die spanische Presse vor dem Hotel statt und anschließend eine Pressekonferenz von Arcelor-Mittal. An der Pressekonferenz nehmen Horst Schwerger, Heinz-Herrmann, Hella und einige aus der Gruppe teil.


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Für den Abend gab es das Angebot, an einer Stadtführung teilzunehmen. Nur beispielhaft ein Straßenbild. Bemerkenswert das Theater, das auf sich aufmerksam macht, indem Requisiten über das Geländer gehängt werden.


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Unter anderem besichtigen wir auch die Stierkampfarena, in der zufällig ein Oktoberfest mit Lederhosenverkauf, Bier und Bühne aufgebaut wird.

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Statistik: 2. Etappe, Montag 28. Mai 2012
79 km, 1400 Höhenmeter
Durchschnittsgeschwindigkeit: ca. 20 km/h
Maximale Geschwindigkeit: ca. 80 km/h
Maximale Höhe: 1057 m ü. N.N. (Foto Ibaneta-Pass)
Fahrzeit: 04:13:00 Stunden
Maximale Steigung: 15, eine kurze Strecke sogar 24 Prozent
Maximales Gefälle: 13 Prozent

Achtung: Die Route ist für Fahrradfahrer nicht durchgehend befahrbar, da Autobahnen und Schnellstraßen benutzt wurden. Die Tandems wurden auf der gesamten Tour von der deutschen, französchen oder der spanischen Polizei begleitet.


Dienstag, 29. Mai 2012, 3. Etappe, 87 km, 1347 Höhenmeter

Pamplona - Puente la Reina - Estella - Los Arcos - Viana


Aus der Großstadt Pamplona werden wir von mehreren Polizeifahrzeugen unter Beifall der Anwohner herausgeführt.

Wir werden von Anfang an von verschiedenen TV- und Presseteams begleitet, die uns an markanten Punkten filmen. Abends erschien der Bericht hierzu im örtlichen TV-Sender. In der Zeitung „Noticias de Navarra“ war am Tag zuvor schon die Projektvorstellung des spanischen Teams erschienen.
Für die spanischen Fahrer beginnt nun der erste aufregende Tag ihrer Tour und das Einfinden in den Rhythmus der nun vergrößerten Gruppe.
Wir erfahren, dass sich das spanische Team aus Mitarbeitern von Arcelor-Mittal zusammensetzt, die aus Brasilien, Belgien, Südafrika, Luxemburg, Kanada, Portugal und Spanien stammen. Unter den spanischen Copiloten sind einige, die auf hohem Wettkampfniveau professionell Radsport betreiben.
Sprachbarrieren sind schnell überwunden – die Kommunikation läuft auf Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch.

Das Klima ändert sich wieder. Es wird trockener, nicht mehr so bergig. Wir verlassen die Pyrenäen. Ginster, Geruch nach Macchia, wilden Kräutern. Wir durchqueren immer wieder kleine Dörfer und werden von den Bewohnern mit Rufen „buen camino“ oder „arriba“ angefeuert.

Kurz vor Puente de la Reina ereignet sich leider ein Sturz einer spanischen Einzelradfahrerin, der glücklicherweise bei 50 km/h glimpflich ablief. Auch die um sie herum befindlichen Tandems hatten sehr viel Glück und konnten ausweichen.
Der uns durch ganz Spanien begleitende Ambulanzwagen hat die Fahrerin sogleich fachgerecht und bestens versorgt, so dass sie in einer späteren Etappe wieder mitfahren konnte.

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Die Landschaft wird nun trockener, Weinfelder, Oliven- und Pfirsichbäume säumen den Weg. Wir durchqueren weite Ebenen. Im Norden und Süden in weiterer Entfernung sind Berge in verschiedensten Formationen zu sehen. Wir haben auch manche sehr alte erloschene Vulkankegel entdeckt.
Die spanischen Mitfahrer sind so begeistert, dass sie immer wieder zu Attacken ansetzen oder fröhlich ein Lied über Asturien anstimmen.
In einer modern eingerichteten Raststätte am Wegesrand einer Landstraße werden wir mit einer landestypischen Paella verwöhnt.



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Wir danken der Firma Danone für die freundliche Unterstützung für Actimel und Joghurts, die uns gut über die Etappen helfen!

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Statistik: 3. Etappe, Dienstag 29. Mai 2012
87 km, 1347 Höhenmeter
Durchschnittsgeschwindigkeit: 18,5 km/h
Maximale Geschwindigkeit: 73 km/h
Maximale Höhe: 667 m ü. N.N.
Fahrzeit: 04:42:00 Stunden
Maximale Steigung: überwiegend 11, max. 17 Prozent
Maximales Gefälle: 14 Prozent

Achtung: Die Route ist für Fahrradfahrer nicht durchgehend befahrbar, da Autobahnen und Schnellstraßen benutzt wurden. Die Tandems wurden auf der gesamten Tour von der deutschen, französchen oder der spanischen Polizei begleitet.