Tagebuch Seite 2
Samstag, 13.09.08 – 1. Etappe, 185 km Mainz – Speyer – Baden-Baden

In einer fast "klösterlich" anmutenden Morgenstimmung kamen die Teilnehmer der Euro-Tandem-Pilger-Tour 2008 im Mainzer Dom zusammen, um gemeinsam bei einer Morgenandacht die richtige Einstimmung für diese besondere Form einer Pilgerfahrt zu erhalten.


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Weihbischof Dr. Werner Guballa hielt diese Andacht und weihte zum Schluss eine sehr wertvolle Lupe (gestiftet von der Firma Schweizer Optik), die dem Papst Benedikt XVI in Rom übergeben werden soll. Aber auch die Europa-Fahne, ein Symbol dieser Tour, wurde vom Weihbischof geweiht.



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ach Fürbitten für die ETPT 2008 und dem Segen an die Teilnehmer, ging es zum Startpunkt in der Nähe des Erbacher Hof.


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Die Polizei-Eskorte ist bereit.
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Noch ein Foto für die Presse.
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Dann erfolgte der Startschuss bei strömendem Regen durch den 1. Bürgermeister Norbert Schüler unter Beisein von Weihbischof Dr. Werner Guballa und Herrn Claus Uebel, dem DAK Pressesprecher Südwest, als Vertreter des Hauptsponsors der ETPT 2008 (DAK).


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übelstes Wetter begleitete die Tour-Teilnehmer und es ist überhaupt nicht in Worten auszudrücken, welch hervorragende Leistung die Teilnehmer vollbracht haben. Die Fahrt war äußerst schnell und es zeigte sich, dass ausschließlich bestens vorbereitete Teams und Einzelfahrer in diesem Jahr dabei sind. Ein Zeichen dafür ist, dass keine besonderen Vorkommnisse zu verzeichnen waren.


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Zur Belohnung für die extrem gute Leistung an diesem Vormittag, erwartete alle im historischen Ratssaal in Speyer die herzliche Begrüßung mit Brezel und Wein von Bürgermeister Hanspeter Brohm. Die aufmunternden Worte ließen die erschöpften Radler schnell wieder zu moralischen Kräften kommen.


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Auch Weihbischof Dr. Otto Georgens ließ es sich nicht nehmen die kirchliche Bedeutung Speyers hervorzuheben und den Hinweis auf über 30 Jahre Exklave von Neuhausen auf den Fildern im 16. Jahrhundert, dem Ort des Hauptorganisators und dem größten Teil Betreuermannschaft, zu geben. Horst Schwerger bedankte sich an diese Stelle auch für den "tollen Job" der Polizei, was durch starken Beifall, begleitet von Bravo-Rufen, durch die Tour-Teilnehmer und Tour-Begleiter quittiert wurde.


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In Speyer sahen wir auch das erste Mal den AMD-Bus, der mit seiner Besatzung auch in diesem Jahr über die Altersbedingte Makula Degeneration aufklärte. Die Damen und Herren hatten auch dieses mal "alle Hände voll zu tun". Es zeigt sich erneut, wie wichtig die Aufklärungsarbeit auf diesem Gebiet ist und welcher Nachholbedarf bei der Aufklärungsarbeit besteht.


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Nach einem kräftigen Nudelgericht zum Mittagessen, wurden wir mit Musik vom Ehepaar Bettina und Hans-Georg Blau (ProRetina Regionalgruppe aus Heilbronn), dass auch noch ein "Überlebenspäckchen" für jede Radlerin und jeden Radler hinterlassen hatte, verabschiedet. Es ging dann auch schnell wieder weiter in Richtung französische Grenze (Lauterbourg), die im Sinne der Europäischen Union, keine Grenze mehr ist. Das Wetter wurde zwischenzeitlich ein wenig besser – war aber immer noch sehr ungemütlich und feucht.


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Am ehemaligen Grenzübergang Lauterbourg verließen uns die Polizeifahrzeuge und Kräder aus Mainz. Ein großes Dankeschön für die exzellente Begleitung und wunderbar abgesicherte Streckenführung.

Für die knapp 20 Kilometer ohne Polizeibegleitung durch Frankreich (Lauterbourg, Beinheim), erkundeten Suse Dippon, Desideria Bormann und Roland Götz vorab die Route auf Basis der minutiösen Aufzeichnungen von Günther Kaiser. Dennoch stellte sich heraus, dass immer noch genügend Möglichkeiten des "Verfahrens" gegeben waren, was jedoch durch diese Vorbereitungsfahrt eliminiert wurde. Da die Radler, trotz oder wegen des Wetters, schneller waren als gedacht, stieß das "Späher-Team" exakt in dem Moment zu den Radlern, als diese ihre Verpflegungspause beendet hatten. Damit war dann ein reibungsloses Weiterfahren gewährleistet, so dass für dieses Teilstück eine Polizeieskorte nicht vermisst wurde.


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Quasi nebenher "managte" Roland Götz noch über den Polizeieinsatzleiter Brunner mit Stadtrat Armin Schöpflin (als Stellvertreter des Oberbürgermeisters von Baden-Baden) den veränderten Ankunftsort (statt Rathaus - die Jugendherberge). Großer Dank gilt Herrn Schöpflin und den Mitarbeitern der Stadtverwaltung Baden-Baden für deren flexibles Verhalten. Wurden doch die vorbereiteten Butterbrezeln in die Jugendherberge geschafft und heißer Tee für die Ankunft bereitgestellt. Völlig durchnässt und verfroren war dies das Richtige, um drohenden Erkrankungen vorzubeugen.


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Nach der Ankunft begrüßt Herr Stadtrat Armin Schöpflin die Teilnehmer mit interessanten Details zu Baden-Baden und der Bedeutung dieser Stadt. Auch der Landesgeschäftsführer der DAK Baden-Württemberg, Herr Markus Sauer, ließ es sich nicht nehmen, geeignete Begrüßungsworte zu finden und die besonderen Aufgaben der DAK im Gesundheitswesen vorzustellen. Auch hier konnte zum Ende der Begrüßung die Polizei ihren wohlverdienten Beifall genießen. Ebenso, wie deren Mainzer Kollegen, arbeitete die Baden-Badener Polizei perfekt und man sah, dass es sich hier um ein eingespieltes und erfahrenes Team handelt.


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Nach dem abendlichen "Briefing" und dem von Herrn Egon Luther, Begleiter im AMD Bus und Mitarbeiter der CARL ZEISS MEDITEC, gestifteten "ächtele", trat bei den meisten die wohl verdiente Bettruhe ein, denn um 5:00 Uhr war Wecken angesagt. Zuvor hatte allerdings unser Tour-Teilnehmer Dr. Thomas Nicolai einen Blindenwitz zum Besten gegeben und auf sein Heftchen mit Blindenwitzen und Geschichten hingewiesen. Mehr darüber erfährt man unter www.tandem-hilfen.de.


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Statistik:
187 km in 6:49:05 Stunden
Durchschnittsgeschwindigkeit: 27,5 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 57 km/h
Höhenunterschied: 955 Meter