Etappe 4: Basel - Waldshut-Tiengen - Schaffhausen

Pünktlich um 8°° Uhr standen alle vereint vor dem Gesundheitsdepartement des Kantons Stadt Basel, dessen Leiter Herr Engelberger in seinem Grußwort die länderübergreifende Vision der Tour hervorhob und dafür die Stadt im Drei-Länder-Eck als idealen Tourstopp bezeichnete.

Wenn Menschen mit Behinderungen über die Grenzen hinweg Zugang zu Kultur, Sport und Gesundheitswesen einfordern, genau dann leben sie, so der Vorstand der Retina Suisse Herr Stefan Hüsler, den europäischen Gedanken.

Fröhlich, frei und fest tretend ging es in die 4. Etappe über eine Länge von 105km mit insgesamt 730 Höhenmetern.

Schön, dass auch Frau Irene Stephan von Bayer Schweiz, die eine hervorragende Pressearbeit vor Ort geleistet hatte, dem Tross nachwinkte.

Am Rhein entlang schlängelten sich die Radler von der Schweiz nach Deutschland und wieder zurück in die Schweiz. Eine wunderschöne ländliche Gegend mit lieblichen Hügeln flog an uns vorbei.

Zünftig war es, als beim ersten Halt das Feuerwehrhaus von Albbruck extra seine Tore für uns aufschloss und unserem eifrigen Versorgungsteam Mona und Bärbel erlaubte, alle mit Schokolade und Bananen zu verköstigen. Auch Stefan durfte heimlich ein zweites Stück Schokolade nehmen.

Ein Pfiff, viele Schreie und aufgeht´s !

Rauf und runter, rüber und hinab: Kühe blickten irritiert und sprachlos den Gelbhemden nach.

Tiengen war gegen 12:30 Uhr erreicht und Berge von Spaghetti wurden von gutgelaunten Italienern aufgetischt.

Während die Heldinnen und Helden der Straße kräftig zulangten und Gerda eifrig Infomaterial an Passanten verteilte, saß der Leiter der Kommunikation, unser Roland, einsam auf einem Marktstand und bewachte das Wertvollste: unsere Tandems!

Mit schweren Bäuchen setzte sich die Truppe in Marsch. Fast war der Ort der Nachmittagspause erreicht, endlich bergab, ein schmuckes Rathaus, doch dann plötzlich bog Karl-Heinz ab und erneut stiegen alle einen langgezogenen Berg hinauf.

Once again and then turn round: the "Rathaus". Doppelt hält besser, muss er sich gedacht haben, aber Meral und Joshua hatten sich diesmal nicht aushebeln lassen. Gut so!!!

Ein letzter Schluck und dann folgte ein Höhepunkt der Tour: der Rheinfall in Schaffhausen.

Begeistert blickten und hörten alle auf das Naturspektakel und ließen sich diesen Moment für die Ewigkeit auf Bild einfangen.

Übrigens: Reinlich sind wir. Wer nachts um die Herbergen geistert, kann an den Fenstern viele frisch gewaschene Trikots erspähen.

Nur: wär geistert denn da nachts um die Herbergen?


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